Chronik
Boizenburg an der Elbe, das wegen der vielen großen und kleinen Brücken auch Venedig des Nordens genannt wird, liegt im Grenzdreieck der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Nur wenige Kilometer von Lüneburg entfernt, wird hier seit Generationen Ton und Porzellanerde verarbeitet. Dabei gilt für die Mitarbeiter bis heute, sich stets ihrer Herkunft bewusst zu sein und dennoch nach dem Neuen zu streben. Inzwischen hat die Boizenburger Fliesenfabrik GmbH & Co. KG mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Fliesenherstellung und strebt mit Innovationen unaufhaltsam der kommenden Zeit entgegen.
1903
Hans Duensing gründet die Boizenburger Wandplattenfabrik der Produktion von Geschirr aus Steingut folgt ein Jahr später die Produktion von Wandfliesen
1907
einem ersten Designtrend folgend, werden Fliesen im Jugendstil hergestellt, die in ganz Europa ihre Liebhaber finden
1913
das Werk ist erstmalig auf der Leipziger Mustermesse vertreten
1921
die Gründung der Boizenburger Plattenfabrik Aktiengesellschaft durch die Inhaber Duensing und Bicherouist erfolgt, alte Rundöfen werden durch neue Tunnelöfen ersetzt, die Fliesen werden jetzt per Maschine glasiert, Qualität und Produktivität steigen
1927
Boizenburg deckt ein Drittel der deutschen Wandfliesen-Exporte ab
1937
Boizenburg ist der größte Fliesenproduzent Europas
1945
wie viele florierende Unternehmen wird Boizenburg nach dem Krieg in eine sowjetische Aktiengesellschaft umgewandelt, folgerichtig ist die ehemalige Sowjetunion vorrangiger Abnehmer der Wandfliesen
1952
Boizenburg wird zum volkseigenem Betrieb der ehemaligen DDR
1989
die Technologie wird nachgerüstet, das Einbrandverfahren wird eingeführt
1991
Gründung der Boizenburger Fliesenwerk GmbH
1992
der Neubau eines modernen Dekorzentrums mit Schwerpunkt Entwicklung entsteht
1995
gelingt mit der Fusion die Schaffung eines Keramik-Konzerns, der als Komplettanbieter Wand- und Bodenfliesen für alle Anwendungsbereiche innerhalb der Architektur anbieten kann. Das Unternehmen firmiert als BOIZENBURGER GAIL INAX AG. Mehrheitsgesellschafterin ist nach wie vor die BOIZENBURGER FLIESENFABRIK AG.
1996
das modernste Steinzeugfliesenwerk Europas entsteht, der Großteil der Giessener Fliesenproduktion wird nach Boizenburg verlagert
- Computergesteuerte Anlagen und vollautomatisierte gleislose Transport- und Verschiebesysteme erlauben die rationelle Fertigung von 2,1 Mio. qm Steinzeugfliesen im Jahr
- die Produktion umfasst jetzt ein aufeinander abgestimmtes Wand- und Bodenfliesenprogramm
1999
der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung sowie der Vertrieb, Import und Export von keramischen Fliesen aller Art, insbesondere unter der Marke Boizenburg
- 30 Exportländer werden beliefert
- die Marke „Boizenburg“ für den Fachhandel entstehen
2000
die Werksanlagen werden modernisiert
- ein Höchststand in der Technik, Technologie und Produktivität wird erreicht
- die Schaffung eines innovativen Logistikkonzerns wird in Angriff genommen
2003
der 100. Geburtstag des Traditionsunternehmens wird begangen und Boizenburg erhält offiziell den Beinamen “Fliesenstadt”
2004
die Boizenburger Fliesenfabrik wird Mitglied im Industrieverband Keramische Fliesen und Platten
2005
Siegfried Zabel wird neuer Investor und übernimmt die Geschäftsführung, er beschäftigt 350 Mitarbeiter und initiiert den Ausbau des Exportes und Objektgeschäfts






